BMW habe für das vergangene Jahr erneut mehr als eine Million in Deutschland gebaute Fahrzeuge gemeldet – in einer Phase, in der die Branche gleichzeitig neue Antriebe und niedrigere Kosten organisieren muss. In der Standortpolitik Deutschland werde die Zahl damit zum Gradmesser, ob Großserie hierzulande trotz Strukturwandel noch trägt.
Mehr als eine Million Fahrzeuge aus deutschen Werken heiße vor allem: Die BMW Group Produktion präge die Automobilproduktion Deutschland messbar. Der Branchenverband VDA beziffere die Gesamtproduktion im Land auf 4,15 Millionen Autos; rechnerisch stamme damit etwa jedes vierte Fahrzeug aus einem BMW-Werk. Das stütze Beschäftigung und Steueraufkommen, mache den Standort aber auch abhängiger von der Stabilität weniger großer Fabriken.
Ein Viertel der deutschen Automobilproduktion verleiht BMW politischen Einfluss
Produktionsvorstand Milan Nedeljković verknüpfe die Stückzahlen mit Erwartungen an die Politik und sagt: „Unsere Werke zeigen eindrucksvoll, wie wettbewerbsfähig Industrie in Deutschland ist.“ BMW deute damit an, dass Investitionen sensibel auf Energiepreise, Bürokratie und Steuern reagierten und verlässliche Rahmenbedingungen brauchten. Für die Standortpolitik Deutschland wachse der Druck, solche Bedingungen zu liefern, wenn ein Hersteller so sichtbar zur deutschen Autofertigung beitrage.
BMW iFACTORY steht für Standardisierung, die über Stückkosten entscheidet
Als Leitbild nenne der Konzern die BMW iFACTORY und verweise auf Technologieoffenheit; beides solle die Werke im globalen Produktionsnetzwerk anpassungsfähiger machen. Für Laien sei das der Versuch, Fertigung nach einheitlichen Standards zu organisieren, damit neue Modelle schneller anliefen und Abläufe stabil blieben. Begriffe wie schlanke Strukturen, effiziente Prozesse und Flexibilität zielten damit weniger auf Image als auf den harten Kostenvergleich zwischen Standorten.
Die BMW Group Produktion in vier Werken stabilisiert regionale Lieferketten
Genannt würden Dingolfing, Leipzig, München und Regensburg – Standorte, an denen sich auch viele Zulieferer orientierten. Bleibe das Volumen dort hoch, erhöhe das Planungssicherheit in der Lieferkette und halte Investitionen eher in der Region. Ob das langfristig reiche, hänge jedoch davon ab, wie schnell Technik und Nachfrage weiter drehten – und wie robust die Automobilproduktion Deutschland im internationalen Wettbewerb bleibe.
Quellenhinweis:
Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von BMW Group, die von unserer Redaktion journalistisch aufbereitet und durch weitere Informationen ergänzt wurde.


