Henkel stellt seine Lieferantenpolitik stärker ins Schaufenster und verbindet sie mit großen Themen wie Klimabilanz, Materialinnovation und Versorgungssicherheit. Bei den Henkel Klebstoff Supplier Awards wurden 2025 drei Partner ausgezeichnet, die an unterschiedlichen Stellen in der Wertschöpfung sichtbar liefern sollen.
Henkel Adhesive Technologies hat in diesem Jahr Synthomer, Dow und Kolon Industries prämiert. Die Kategorien Nachhaltigkeit, Innovation und Lieferketten-Resilienz klingen nach Standardvokabular, markieren im Klebstoffgeschäft aber reale Engpässe: Rohstoffverfügbarkeit, neue Rezepturen und der Druck, Emissionen messbar zu senken. Aus Unternehmenssicht sei die Zusammenarbeit mit Lieferanten zentral, um in volatilen Zeiten handlungsfähig zu bleiben, wie es aus dem Bereich heißt.
Dass ein großer Industriezulieferer solche Auszeichnungen prominent setzt, ist mehr als Routinepflege. Klebstoffe stecken in Verpackungen, Elektronik, Bauprodukten oder im Automobil, also überall dort, wo Materialwechsel, Preisbewegungen und Regulierungsdruck besonders schnell durchschlagen. Wer hier an den Stellschrauben der Beschaffung dreht, beeinflusst nicht nur die Marge, sondern auch die Fähigkeit, Kundenanforderungen kurzfristig zu erfüllen. Henkel Lieferkette Resilienz wird damit zu einem strategischen Thema, das zunehmend öffentlich begründet werden muss.
Auszeichnungen werden zum Gradmesser, wie ernst Henkel seine Lieferketten nimmt
In der Mitteilung zeichnet Henkel ein Bild von Partnerschaften, die über klassische Lieferbeziehungen hinausgehen sollen. Mark Dorn, Executive Vice President von Henkel Adhesive Technologies, bringt das in einem Satz auf den Punkt: „Die enge und strategische Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Partnern ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Wertschöpfung entlang unserer Märkte voranzutreiben“. Der Subtext ist klar: Wer Materialien liefert, liefert im Zweifel auch Wettbewerbsvorteile, etwa durch schnellere Umstellungen oder gesicherte Mengen in angespannten Märkten.
Bemerkenswert ist, dass Henkel die Preise ausdrücklich entlang der Wertschöpfungsketten verortet und nicht nur einzelne Projekte feiert. Damit wird Lieferkettentransparenz zum Qualitätsmerkmal, das über Audits hinaus in die strategische Steuerung rückt. Auch für die Lieferanten ist das ein Signal, denn in vielen Industrien werden Partnerschaften heute an messbaren Leistungsindikatoren, Datenzugang und Planbarkeit bewertet. Der Hinweis auf langfristige, stabile Beziehungen wirkt zudem wie eine Antwort auf eine Zeit, in der Unternehmen ihre Abhängigkeiten neu sortieren und regionale Risiken stärker einpreisen.
Nachhaltigkeit in Klebstoff-Rezepturen entscheidet zunehmend über Marktzugang
Den Sustainability Award erhält Synthomer, ein Anbieter von Hochleistungs-Polymeren und Spezialrohstoffen mit Sitz in London. Henkel stellt dabei weniger ein einzelnes Produkt in den Vordergrund, sondern einen Arbeitsmodus, der sich in vielen Industriebereichen gerade etabliert: belastbare Emissionsdaten, gemeinsame Entwicklung und schnelle Überführung in Anwendungen. Konkret ist von einer Lösung mit geringerem CO2-Fußabdruck in einem wichtigen Klebstoff-Portfolio die Rede, die in verschiedenen Märkten eingeführt worden sei.
Für die Branche ist das relevant, weil Klebstoffe oft kleine Komponenten mit großer Hebelwirkung sind. In Verpackungen oder Konsumgütern kann die Materialwahl darüber entscheiden, ob Recyclingprozesse funktionieren und ob Kreislauffähigkeit mehr ist als ein Etikett. Wenn Rohstoffanbieter und Formulierer gemeinsam an Rezepturen arbeiten, verschiebt sich die Verantwortung nach vorne in die Lieferkette, statt erst beim Endprodukt zu beginnen. Henkel Klebstoffe Nachhaltigkeit steht damit nicht nur für ein Umweltversprechen, sondern für die Fähigkeit, Anforderungen aus Handel, Industrie und zunehmend auch aus Berichts- und Beschaffungsvorgaben in konkrete Materialentscheidungen zu übersetzen.
Innovation wird zur Standortfrage, wenn sichere Materialien neue Regionen öffnen
Den Innovation Award vergibt Henkel an Dow, mit Hauptsitz in Midland, Michigan. Begründet wird das mit einem breiten Projektportfolio und der Umsetzung in mehreren Bereichen von Henkel Adhesive Technologies. Auffällig ist der Hinweis, die Zusammenarbeit sei auch auf „nicht-traditionelle Bereiche“ ausgeweitet worden, um das Geschäft mit sichereren Materialien in neue Regionen zu tragen. Das ist eine vorsichtige, aber deutliche Aussage darüber, dass Marktchancen zunehmend davon abhängen, wie schnell Materialalternativen verfügbar sind und wie gut sie regulatorische Erwartungen treffen.
Dow habe zudem über ein Konzept namens „Sustainovation“ exklusiven Zugang zu Lösungen ermöglicht, die die Nachhaltigkeitsziele unterstützen sollen. Für Außenstehende ist entscheidend, was dahinter strukturell steckt: Lieferanten, die neue Chemie und neue Daten liefern, können Entwicklungspfade beeinflussen, und damit auch, wie schnell Hersteller ihre Portfolios anpassen. Henkel Materialinnovation Klebstoffe wird so zu einem strategischen Suchfeld, in dem es weniger um spektakuläre Einzelneuheiten geht, sondern um die systematische Fähigkeit, Formulierungen sicherer, effizienter und marktfähig zu machen, ohne die industrielle Skalierung zu verlieren.
Resilienz wird messbar, wenn Lieferperformance und Bestände zur Strategie werden
Der Supply Resilience Award geht an Kolon Industries aus Seoul. Henkel hebt hervor, dass Kolon konstant die angestrebten Lieferquoten erreicht habe, und verweist dabei auf den Standardindikator On Time In Full. Dahinter steckt ein nüchterner Befund: In volatilen Zeiten zählt nicht nur der Preis, sondern vor allem die Verlässlichkeit, die Produktionsstopps verhindert und Planungsrisiken reduziert. Für Abnehmer wie Henkel ist eine stabile Versorgung oft die Voraussetzung, um Innovationen überhaupt ausrollen zu können.
Kolon habe darüber hinaus mit fortschrittlichen Praktiken beim Bestandsmanagement und vollständiger Erfüllung von Anforderungen an Transparenz und Regulierungskonformität unterstützt. Das deutet auf eine Entwicklung hin, die in vielen Industrien gerade an Tempo gewinnt: Resilienz wird nicht mehr als Krisenreaktion verstanden, sondern als gestaltbare Eigenschaft der Lieferkette, inklusive Datenflüssen, Lagerlogik und Compliance. Henkel Lieferkette Resilienz ist damit nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Einkaufs- und Produktionsstrategie, die Wettbewerbsvorteile sichern kann, wenn Märkte erneut kippen oder Lieferwege unter Druck geraten.
Quellenhinweis:
Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Henkel, die von unserer Redaktion um weitere Informationen ergänzt wurde.


