Henkel hält Borussia Düsseldorf auch in der Saison 2026/2027 als Trikotsponsor die Treue. Die Vereinbarung verbindet lokales Sportmarketing in Deutschland mit einer Strategie für China, die durch den Zugang von Fan Zhendong an Gewicht gewinnt.
Henkel und Borussia setzen damit eine seit 2023 bestehende Zusammenarbeit fort. Das Sponsoring im Tischtennis umfasst die Präsenz auf Trikots, Trainingskleidung, Spielfeldflächen und Plakaten. Finanzielle Angaben oder eine Laufzeit über die kommende Saison hinaus nennt die Mitteilung nicht, weshalb die wirtschaftliche Größenordnung offenbleibt.
Fan Zhendong macht die Partnerschaft für China strategisch interessanter
Die Verpflichtung des chinesischen Spitzenspielers Fan Zhendong verändert die Reichweite des Engagements. Nach Darstellung des Unternehmens kann seine Bekanntheit die Strategie für China unterstützen, denn die Volksrepublik sei Henkels drittgrößter Markt weltweit. Aus einem regional verankerten Trikotsponsoring wird damit ein Instrument, das Markenpräsenz in einem wichtigen Auslandsgeschäft schaffen soll. Ob daraus messbare Effekte entstehen, dürfte davon abhängen, wie konsequent beide Partner gemeinsame Aktivitäten im chinesischen Markt entwickeln.
Die Düsseldorfer Verankerung bleibt mehr als ein Nebenaspekt
Trotz des internationalen Akzents betonen Henkel und Borussia ihre gemeinsame Herkunft aus Düsseldorf. Das Sportmarketing in Deutschland erfüllt damit auch eine Standortfunktion, weil der Konzern seine Verbindung zum Hauptsitz und zum lokalen Umfeld sichtbar macht. Die Kooperation reicht zudem über den Profisport hinaus, da Tischtennis-Angebote für Beschäftigte am Henkel-Hauptsitz fortgeführt werden sollen. Welche Henkel-Marke auf den Trikots erscheint und welche konkreten Maßnahmen geplant sind, lässt die Mitteilung allerdings offen.
Der sportliche Erfolg allein erklärt die Verlängerung nicht
Borussia Düsseldorf bietet Henkel eine Kombination aus sportlicher Reputation, lokaler Nähe und internationaler Anschlussfähigkeit. Das Sponsoring im Tischtennis ist deshalb nicht nur klassische Werbung, sondern eine Plattform für Mitarbeiterbindung, Standortkommunikation und Auslandsvermarktung. Für den Verein schafft die Fortsetzung Planungssicherheit in der Saison 2026/2027, während Henkel seine Strategie für China an einen prominenten Spieler knüpfen kann. Entscheidend wird sein, ob daraus ein dauerhaftes Programm entsteht und nicht nur ein kurzfristiger Aufmerksamkeitseffekt.


