Jungheinrich baut mit EcoVadis-Platin seinen Nachhaltigkeitskurs aus

Jungheinrich ist zum fünften Mal in Folge mit der Platin-Medaille von EcoVadis ausgezeichnet worden. Das Unternehmen aus Hamburg zählt damit nach eigenen Angaben weiterhin zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Firmen. Für die Intralogistik-Branche ist das mehr als ein Reputationssignal, weil Nachhaltigkeitsratings zunehmend darüber mitentscheiden, wie belastbar Lieferketten, Beschaffungsprozesse und Klimastrategien eingeschätzt werden.

Mit der erneuten EcoVadis Platin-Medaille unterstreicht Jungheinrich Nachhaltigkeit inzwischen nicht nur als Begleitprogramm, sondern als festen Teil seiner Unternehmensstrategie. Das ist deshalb relevant, weil sich die Intralogistik Branche seit Jahren damit auseinandersetzen muss, wie energieintensive Produktion, globale Zulieferketten und wachsende Berichtspflichten zusammengebracht werden können. Wenn ein Unternehmen in diesem Umfeld wiederholt Spitzenwerte erzielt, wird das am Markt auch als Hinweis auf organisatorische Reife gelesen.

Nach Unternehmensangaben stieg der Gesamtscore im Jahresvergleich von 82 auf 85 Punkte. Bewertet wurden dabei Themen wie Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Dass Jungheinrich Nachhaltigkeit in mehreren Feldern stabil hoch bewertet werde, dürfte gerade für Geschäftskunden wichtig sein, die ihre Lieferanten inzwischen nicht mehr nur nach Preis und Leistung, sondern auch nach dokumentierter Umweltleistung auswählen.

Die Auszeichnung zeigt, dass Nachhaltigkeit in der Intralogistik messbar und vergleichbar geworden ist

EcoVadis hat nach Angaben des Unternehmens bereits mehr als 150.000 Firmen analysiert. Damit gewinnt die EcoVadis Platin-Medaille auch deshalb an Gewicht, weil sie in vielen Branchen als standardisierter Vergleichsmaßstab dient. Für die Intralogistik Branche bedeutet das, dass Nachhaltigkeit zunehmend in Kennzahlen, Audits und Einkaufsentscheidungen übersetzt wird und nicht mehr nur als allgemeines Bekenntnis genügt.

Besonders stark fiel laut Jungheinrich die Bewertung im Umweltbereich aus, dort habe das Unternehmen erneut die Höchstwertung erreicht. Zudem habe es bei der Ethikbewertung deutliche Fortschritte gegeben. Vorstandschef Lars Brzoska sprach von einer Bestätigung der eigenen Strategie und sagte: „Die fünfte Platin-Auszeichnung ist für uns Bestätigung und Anreiz zugleich.“ Für Außenstehende ist allerdings weniger das Lob selbst entscheidend als die Frage, ob sich solche Bewertungen in belastbare Prozesse übersetzen lassen. Genau das scheint Jungheinrich mit seiner Nachhaltigkeitsberichterstattung und den offengelegten Kennzahlen belegen zu wollen.

Transparente Klimadaten werden für Kunden und Lieferketten zum Wettbewerbsvorteil

Ein wichtiger Baustein ist nach Darstellung des Unternehmens die Verpflichtung, bis 2050 Netto-Null-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Gemeint sind damit nicht nur direkte Emissionen aus dem eigenen Betrieb, sondern auch Emissionen, die bei Zulieferern, Transport oder der Nutzung von Produkten entstehen. Gerade dieser umfassende Blick gilt als entscheidend, weil sich Klimastrategien sonst zu leicht auf den engeren Unternehmensbereich beschränken.

Hinzu kommt, dass Jungheinrich seinen Kunden über Product Carbon Footprints Einblicke in die Umweltauswirkungen einzelner Produktbaureihen geben will. Solche Daten sind für Laien zunächst sperrig, in der Praxis aber durchaus relevant. Sie sollen sichtbar machen, wie klimabelastend ein Produkt über seinen Lebensweg hinweg ist. Für Einkauf, Ausschreibungen und Investitionsentscheidungen kann das ein Vorteil sein, zumal Regulierungsdruck und Berichtspflichten in Europa eher zu- als abnehmen. Hamburg Nachhaltigkeitsstrategie wird damit nicht nur zum internen Steuerungsinstrument, sondern auch zu einem Argument im Wettbewerb um industrielle Kunden.

Weitere Auszeichnungen stärken den Eindruck einer konsistenten Strategie

Neben EcoVadis verweist das Unternehmen auf zwei weitere Anerkennungen, nämlich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und ein A im CDP-Rating für seine Klimaaktivitäten. Solche externen Bewertungen sind zwar nicht deckungsgleich, sie folgen aber einer ähnlichen Logik. Wer in mehreren Formaten gut abschneidet, kann glaubhafter vermitteln, dass die Nachhaltigkeitsstrategie nicht nur auf einzelne Kennzahlen zugeschnitten ist.

Für Jungheinrich Nachhaltigkeit heißt das vor allem, dass der Kurs über reine Kommunikation hinaus bewertet wird. In einer Zeit, in der Industrieunternehmen ihre Transformation gegenüber Investoren, Kunden und Politik zugleich erklären müssen, wird genau diese Anschlussfähigkeit wichtiger. Die wiederholte EcoVadis Platin-Medaille stärkt deshalb nicht nur das Image des Hamburger Konzerns, sondern verweist auch auf eine breitere Entwicklung der Intralogistik Branche, in der Umweltleistung, Ethik und Lieferkettenqualität immer enger zusammenrücken.

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