Jungheinrich nutzt das 20-jährige Jubiläum seines Werks im Shanghaier Stadtteil Qingpu, um die eigene Positionierung in China und im asiatisch-pazifischen Raum zu unterstreichen. Hinter der Feier steht eine industriepolitisch aufgeladene Lage: Wer im chinesischen Markt dauerhaft verkaufen will, muss Nähe zu Kunden, Behörden und Partnern organisieren und gleichzeitig Lieferketten stabil halten. Der Standort soll in dieser Logik nicht nur ein Produktionsort sein, sondern ein Baustein dafür, dass Jungheinrich bei Materialflusslösungen in China handlungsfähig bleibt.
Seit 2006 werden in Qingpu nach Unternehmensangaben Flurförderzeuge für den chinesischen Markt in Serie gefertigt, also Fahrzeuge für innerbetriebliche Transporte in Lagern und Fabriken. Jungheinrich beschreibt eine Entwicklung weg von einer Montageeinheit hin zu einem Standort, an dem Fertigung und Entwicklungsarbeit enger gekoppelt sind. Für die Elektrostapler Fertigung Shanghai ist das vor allem deshalb relevant, weil Anpassungen an lokale Anforderungen schneller in Produkte übersetzt werden können, ohne dass Entscheidungen und Testläufe zwischen Regionen pendeln müssen.
Die Produktpalette umfasst laut Unternehmen energieeffiziente Nieder- und Hochhubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstapler und Schubmaststapler, also Geräte, die in moderner Lagerlogistik typische Engstellen adressieren. Gerade in China, wo Automatisierung und Elektrifizierung vielerorts politisch gefördert werden, steigt der Druck, effizientere und verlässlich verfügbare Technik bereitzustellen. Für Jungheinrich Werk Qingpu bedeutet das, nicht nur Stückzahlen zu liefern, sondern auch Varianten und technische Weiterentwicklungen zügig marktfähig zu machen.
Das Werk Qingpu ist auch ein Lieferketten- und Standortprojekt im APAC-Markt
Dass Jungheinrich betont, Kunden im asiatisch-pazifischen Raum zu versorgen, verweist auf eine zweite Ebene der Standortentscheidung. Lokale Fertigung kann Transportwege verkürzen, Abhängigkeiten reduzieren und Beschaffungsrisiken abfedern, wenn globale Lieferketten ins Stocken geraten. Gleichzeitig wächst in der Region die Konkurrenz, darunter Anbieter, die aus China heraus skalieren und preislich aggressiv auftreten. Ein Werk wie Qingpu ist deshalb nicht nur eine operative Einheit, sondern ein Instrument, um im Flurförderzeuge APAC Markt schneller reagieren zu können.
Zum Jubiläum seien Vertreterinnen und Vertreter der Konzern- und China-Geschäftsführung sowie Delegationen aus Politik, Verwaltung und Industrie im Raum Shanghai zusammengekommen, wie es heißt. Solche Treffen gelten in China häufig als Teil der Standortpolitik: Unternehmen zeigen Präsenz, pflegen Netzwerke und sprechen über Rahmenbedingungen, die für Produktion und Investitionen entscheidend sind. In diesem Sinne ist die Feier auch ein Signal, dass Jungheinrich sein Engagement nicht als kurzfristige Absatzwette versteht, sondern als längerfristige Verankerung.
Strategie 2030+ soll die Rolle als Entwicklungs- und Fertigungszentrum festigen
Jungheinrich ordnet Qingpu in die Strategie 2030+ ein und verbindet den Standort mit Qualität, Innovation und nachhaltigem Wachstum. CTO Maik Manthey sagte: „Seit nunmehr zwei Jahrzehnten steht unsere Produktion in Qingpu für technische Exzellenz und höchste Qualität. Dieser Erfolg ist vor allem dem herausragenden Einsatz unseres Teams vor Ort zu verdanken.“ Hinter der Formel steckt die Frage, ob sich der Standort dauerhaft als Schnittstelle zwischen Entwicklung und industrieller Umsetzung behaupten kann, während sich Anforderungen an Energieeffizienz und Produktivität verschärfen.
Für Materialflusslösungen China wird entscheidend sein, wie konsequent Jungheinrich die Nähe zum Markt nutzt, ohne die Komplexität in der Produktion ausufern zu lassen. Wenn Entwicklungsimpulse tatsächlich schnell in die Serie gelangen, kann Qingpu zum Hebel werden, um Produkte passgenauer für chinesische Kunden zu bauen und zugleich die regionale Lieferfähigkeit zu sichern. Damit würde Jungheinrich Werk Qingpu nicht nur ein Symbol für 20 Jahre Präsenz sein, sondern ein Baustein der globalen Wettbewerbsfähigkeit im Flurförderzeuge APAC Markt.
Quellenhinweis:
Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Jungheinrich, die von unserer Redaktion um weitere Informationen ergänzt wurde.


