Symrise meldet gute Ergebnisse im CDP Rating 2025 und ordnet sie als Rückenwind für die eigene Nachhaltigkeitsarbeit ein. Die Einstufung ist mehr als ein Reputationssignal, weil sie für Kunden und Investoren zunehmend als Orientierung bei Klima- und Naturthemen dient.
Symrise ist im CDP Rating 2025 in zwei Bereichen mit A- bewertet worden, beim Klimawandel sowie bei der Wassersicherheit, hinzu kommt ein B in der Kategorie Wald. CDP gilt als globale Plattform, die Unternehmen nach Umfang und Qualität ihrer Umweltangaben einordnet und diese Angaben vergleichbar macht. Dass Symrise dabei weit oben landet, ist vor allem ein Hinweis auf strukturierte Datenerhebung und Offenlegung, weniger ein Freibrief für „nachhaltig“ im Alltag. Gerade in Märkten, in denen große Kunden zunehmend Kennzahlen verlangen, kann ein gutes Symrise CDP Rating die Eintrittskarte in Lieferketten sein, in denen Umweltkriterien zur Einkaufsbedingung werden.
Zugleich zeigt die Aufteilung der Noten, wo die Debatte inzwischen ankommt. Klima und Wasser lassen sich oft über Energie, Effizienz und Standortmanagement steuern, beim Waldschutz wird es schneller politisch und lieferkettengetrieben. Symrise verweist darauf, dass aus der Bewertung auch Handlungsfelder abgeleitet würden, etwa bei Waldökosystemen in globalen Lieferketten. Genau dort liegen für viele Unternehmen die unangenehmen Fragen, weil Rohstoffe, Anbau und Zwischenhandel schwerer zu kontrollieren sind und weil sich Risiken oft in Ländern materialisieren, die fern der Unternehmenszentralen liegen.
Die CDP-Systematik setzt Anreize, aber sie ersetzt keine Prüfung der Realität
CDP hat nach Angaben aus dem Umfeld der Veröffentlichung mehr als 23.100 Unternehmen bewertet, Symrise ordnet sich in mehreren Kategorien unter den vorderen Prozentgruppen ein. Im Klimabereich liege das Unternehmen unter den besten 7 Prozent der berichtenden Firmen weltweit, beim Waldschutz unter den Top 8 Prozent und bei Wasser unter den Top 11 Prozent. Solche Rangwerte sind für die Außendarstellung hilfreich und werden in vielen ESG-Prozessen als schneller Filter genutzt, etwa wenn Investoren Risiken priorisieren oder Lieferantenlisten bewertet werden. Gleichzeitig bleibt die methodische Grenze sichtbar: Bewertet wird nicht nur Wirkung, sondern auch, wie konsistent und überprüfbar Unternehmen berichten, und wie gut Maßnahmen dokumentiert sind.
Für Symrise kommt die Einstufung in einer Phase, in der Berichtspflichten und Datennachweise stärker in operative Abläufe hineinwirken. Das betrifft nicht nur CO₂, sondern auch Natur- und Wasserfragen, die in vielen Branchen lange als „zweite Reihe“ galten. Eine starke Klimawandel Wassersicherheit Bewertung kann dabei helfen, Diskussionen mit Stakeholdern zu versachlichen, weil sie ein gemeinsames Raster liefert. Für die Öffentlichkeit bleibt allerdings entscheidend, ob sich die besseren Noten in nachvollziehbare Fortschritte übersetzen lassen, gerade wenn Lieferketten und Rohstoffherkünfte komplex sind.
Lieferketten und Waldschutz werden zum Prüfstein für globale Beschaffung
Das B in der Wald-Kategorie wirkt auf den ersten Blick wie ein Dämpfer, ist in der Logik der Debatte aber der interessantere Teil. Viele Unternehmen stoßen beim Waldschutz globale Lieferketten an Grenzen, weil Entwaldungsrisiken oft indirekt entstehen und weil Rückverfolgbarkeit entlang vieler Stufen hergestellt werden muss. Symrise macht selbst deutlich, dass hier weiterer Aufwand nötig sei, und verweist auf Programme und Kooperationen in verschiedenen Ursprungsländern. Genannt werden unter anderem Aktivitäten rund um Vanille in Madagaskar, Kokos-Bezug auf den Philippinen und Rohstoffe aus dem brasilianischen Amazonasgebiet.
Damit berührt Symrise einen Kernkonflikt der kommenden Jahre. Einerseits steigt der politische und regulatorische Druck auf entwaldungsfreie Lieferketten, andererseits hängen ganze Produktportfolios in der Konsumgüter- und Kosmetikindustrie an Agrarrohstoffen, die nicht einfach ersetzt werden können. In diesem Spannungsfeld kann Symrise Nachhaltigkeitsstrategie glaubwürdiger wirken, wenn sie nicht nur Projekte zeigt, sondern auch harte Kriterien, Audits und Konsequenzen entlang der Beschaffung. Genau hier gewinnt das Thema Lieferketten-Transparenz an Gewicht, weil es über Wettbewerbsfähigkeit und Risikoaufschläge mitentscheidet.
Investorenlogik und Klimapolitik holen die Nachhaltigkeitsstrategie in den Maschinenraum
Symrise argumentiert, die Ratings könnten komplexe Umweltdaten in konkrete Aktivitäten übersetzen und extern verifizierte Kennzahlen bereitstellen, etwa für Produktkennzeichnungen. Für Investoren seien solche Daten relevant, weil sie klima- und naturbezogene Risiken besser abbilden könnten. Diese Logik passt zu einem Markt, in dem Kapitalgeber stärker differenzieren, ob Unternehmen Natur- und Klimarisiken nur kommunizieren oder tatsächlich systematisch managen. Der Wert eines Symrise CDP Rating liegt deshalb nicht nur im Image, sondern in der Frage, ob es die Datengrundlage liefert, auf der Finanzierung, Versicherung und Kundenanforderungen künftig aufsetzen.
Inhaltlich kündigt Symrise an, Programme zur regenerativen Landwirtschaft zu intensivieren, Wassermanagement an Standorten mit Wassermangel zu stärken und den Bezug erneuerbarer Energien auszubauen. Zusätzlich verweist das Unternehmen auf eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank zur Entwicklung einer neuen Klasse von Emissionszertifikaten zum Schutz von Regenwäldern sowie auf die Unterstützung eines Manifests der We Mean Business Coalition im Kontext der COP 30. Diese Punkte zeigen, wie eng Unternehmenspraxis und Klimapolitik inzwischen verzahnt sind, und sie bergen zugleich Reputationsrisiken, wenn Wirkungsnachweise ausbleiben. Symrise setzt damit auf ein Feld, in dem Transparenz nicht mehr Kür ist, sondern zur Eintrittsbedingung für Märkte, Lieferketten und Kapital wird.
„Wir schätzen diese Ergebnisse sehr, da sie unsere Leistung würdigen und uns wertvolle Impulse geben, wie wir unser verantwortungsvolles Handeln für die Umwelt weiterentwickeln können“, sagt Dr. Isabella Tonaco, Chief Sustainability Officer bei Symrise.
Quellenhinweis:
Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Symrise, die von unserer Redaktion um weitere Informationen ergänzt wurde.


